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Unermüdliche Netzwerkerin
erschienen in Greenfo, Nr. 2 / Juni 2006

Fast 15 Jahre sass Pia Hollenstein f√ľr die Gr√ľnen im Nationalrat. Eine Homage an die unerschrockene gr√ľne Frau.

Von Ruedi Baumann (ehem. Pr√§sident der Gr√ľnen Schweiz und alt Nationalrat BE)

Pia Hollenstein
Pia Hollenstein
Pia Hollenstein hat alle √ľberrascht. Zuletzt mit ihrem unerwarteten R√ľcktritt nach √ľber 14 Jahren erfolgreicher T√§tigkeit im Nationalrat. Inzwischen Amts √§lteste Vertreterin der Gr√ľnen im nationalen Parlament, hat sie offenbar klammheimlich entschieden, die Gelegenheit sei g√ľnstig, neuen Kr√§ften aus der Ostschweiz Platz zu machen, damit diese bei den n√§chsten Wahlen die gr√ľne Position erfolgreich verteidigen k√∂nnen. Ich nehme an, dass ihr dieser Abschied nicht leicht f√§llt, umso mehr als die Gr√ľnen in der Schweiz ja zur Zeit auf einer Erfolgswelle reiten.

Pia wurde 1991 √ľberraschend in den Nationalrat gew√§hlt und hat diesen Sitz dank totalem Einsatz seither immer halten k√∂nnen, obschon die Voraussetzungen f√ľr gr√ľne Kandidaturen manchmal alles andere als verheissungsvoll waren.

Als Milit√§rkritikerin der ersten Stunde hat sie sich rasch einen Namen gemacht. Sie galt aber auch als  d i e  gr√ľne Frau im m√§nnerdominierten Parlament schlechthin: √∂kologisch, sozial, feministisch, friedfertig, unerschrocken, hartn√§ckig! Sie hat im Laufe der Jahre aber auch viele alt gediente (b√ľrgerliche) Parlamentarier uns√§glich genervt mit ihren unz√§hligen Interventionen, Fragen und Ab√§nderungsantr√§gen. Pia kann aber auch etwas, das den meisten Politikern fehlt: hin und wieder auch √ľber sich selbst lachen!

Ich habe es nicht nachgez√§hlt, aber ich glaube sie ist parlamentarische Vorstoss-Weltmeisterin: es gibt kaum etwas, √ľber das sie nicht motioniert, postuliert oder interpelliert hat.

Und nicht nur erfolglos: dank Pia kam die S√ľdafrika-Praxis diverser helvetischer W√ľrdentr√§ger auch hierzulande an die √Ėffentlichkeit und inzwischen haben es auch andere gemerkt, dass wir zu viele Waffenpl√§tze, Panzer und anderes Milit√§rmaterial haben. Sie ist eine wichtige Stimme in der erfolgreichen schweizerischen Verkehrs-(verlagerungs)politik.

Sie hat die parlamentarische Arbeitsgruppe Tierschutz gegr√ľndet, um auch hier den Schw√§cheren zu helfen.

Sie kannte die Situation in Entwicklungsländern nicht nur von gelegentlichen Reisen, sondern von einem mehrjährigen Einsatz in einer Krankenstation in Papua-Neuginea.

Und noch etwas ist mir bei Pia immer aufgefallen: sie ist die perfekte Networkerin. Selbst hier in dem vergessenen Departement Gers, in der fernen Gascogne, wurde ich durch die zahlreichen Rundmails von Pia immer √ľber die CH-Politik auf dem laufenden gehalten, erhielt von ihr die Einladungen an Anti-WEF- oder Sans Papier-Demos, an Tierschutz-Veranstaltungen, an Ethikvorlesungen oder musste Protestschreiben an einen Bundesrat oder an einen sonstigen Despoten unterschreiben. Vielleicht ist diese selbstlose Netzwerkarbeit vieler Gr√ľnbewegten die Basis des gegenw√§rtigen gr√ľnen Hochs in allen Schweizerkantonen.

Ich denke, Pia wird ihre politische Arbeit auch ausserhalb des Bundeshauses unerm√ľdlich weiterf√ľhren und dabei auch von den steilsten Kletterw√§nden nicht zur√ľckschrecken! Bravo Pia, gut gemacht, weiter so!  
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